Ein Für und kein Dagegen

Florian Kohfeldt setzt aktuell auf Sebastian Langkamp in der Innenverteidigung (Foto: nordphoto).
Profis
Dienstag, 12.02.2019 // 13:05 Uhr

Von Alexander Werner

Seit der Winterpause vertraut Werders Cheftrainer Florian Kohfeldt in der Innenverteidigung auf Niklas Moisander und Sebastian Langkamp. Nur beim Auswärtsspiel in Nürnberg, in dem Langkamp aufgrund einer leichten Verletzung am Kopf ausfiel, startete Milos Veljkovic von Beginn an. Florian Kohfeldt nahm damit einen Wechsel auf einer Position vor, auf der in weiten Teilen der Hinrunde Veljkovic gesetzt war. Der Werder-Coach traf mit dieser Wahl eine Entscheidung für Langkamp und nicht gegen Veljkovic - und noch dazu einen extrem engen und keinesfalls dauerhaften Entschluss.

Denn: Aktuell ist Kohfeldt "sehr zufrieden" mit Sebastian Langkamp. Der Cheftrainer begründet seine Entscheidung, den 31-Jährigen spielen zu lassen damit, dass "er eine gewisse Ruhe in sich" trage und sich mit seiner Erfahrung um mehr kümmern könne, als nur um sein eigenes Spiel. Mit seinen Leistungen untermauert Langkamp den Anspruch, zu spielen. Gegen Augsburg gewann er hundert Prozent der Zweikämpfe. „Er übernimmt dazu viel Verantwortung auf und neben dem Platz“, merkt Kohfeldt an.

Milos Veljkovic und Sebastian Langkamp kämpfen um einen Startelfplatz (Foto: nordphoto).

Die Zukunft, da ist sich Kohfeldt sicher, gehört Milos Veljkovic, acht Jahre jünger als Langkamp. Dass der vorläufige Verlust des Stammplatzes nichtsdestotrotz eine schwierige Situation für Veljkovic ist, weiß er: "Ich rede fortlaufend mit ihm und schätze Milos sehr. Ich glaube an sein enormes Potential. Er ist jetzt in einer Phase, durch die er einfach durch muss.“

Diese Situation nimmt der Serbe an und arbeitet intensiv daran, seinen Platz neben Moisander zurückzuerobern. „Er trainiert sehr gut und er wird auch in dieser Saison noch zu seinen Einsätzen kommen. Langfristig gehhört ihm die Zukunft“, erklärt der Werder-Coach. „Das ist jetzt ein spannender Konkurrenzkampf, der uns nur weiterhelfen kann“, sagte Frank Baumann schon im Trainingslager in Johannesburg. Diese Worte gelten auch nach dem Augsburg-Spiel und mit Sicherheit noch im gesamten Verlauf der Rückrunde.